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"Nein" zu einer Steuerhölle

Veröffentlicht am 25.10.2021

Gemeindefinanzen im Gleichgewicht sind uns wichtig und uns ist bewusst, dass die in den nächsten Jahren geplanten Bauvorhaben die Fremdfinanzierung erheblich ansteigen lassen werden. Trotzdem lehnen wir eine Steuererhöhung ab.

  • Die Zinsen der Fremdfinanzierung sind tief und stellen aktuell kein wesentliches Problem dar. Ein Anstieg des Zinssatzes wird kurz- bis mittelfristig nicht erwartet.
  • Wir fordern weitere Optimierungen des Finanzhaushaltes der Gemeinde. Dienstleistungen müssen verursachergerecht und kostendeckend in Rechnung gestellt werden. Ausgaben sind auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Zur Kostensenkung können auch Outsourcings gewisser Aufgaben geprüft werden. Mit Augenmerk auf den Selbstfinanzierungsgrad sind die ökonomischen Massnahmen zu überwachen.
  • Eine Erhöhung des Steuerfusses von 1.85 auf 1.95 katapultiert die Gemeinde Frutigen in die Ränge der teuersten Gemeinden im Kanton Bern. Der daraus resultierende negative Effekt vermindert die Attraktivität von Frutigen als Wohnort und kann - vor allem finanzkräftige - Neuzuzüger veranlassen, in umliegende Gemeinden auszuweichen.
  • Die Corona-Pandemie hat Unternehmen und Privatpersonen vor finanzielle Herausforderungen gestellt. Eine Steuererhöhung zum jetzigen Zeitpunkt finden wir unangemessen.

Die anstehenden Investitionen (Rinderwaldstrasse, Hochwasserschutz, Freibad etc.) erhöhen den realen Wert unserer Gemeinde. Dafür darf eine gewisse höhere Fremdverschuldung in Kauf genommen werden. Zudem haben der Gemeinderat und die Finanzkommission jedes Jahr die Gelegenheit, auf ansteigende Zinsen oder eine besorgniserregende Veränderung des Fremdfinanzierungsgrads zu reagieren.